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Gemeinde Rellingen
Hauptstraße 60
25462 Rellingen Adresse über Google Maps anzeigen

Frau Dorathea Beckmann
Gleichstellungs- und Familienbeauftragte
Koordinatorin OGTS
Telefon 04101 / 564-181
Fax 04101 / 564-6181
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Raum Zi. 225 [ 2. Obergeschoss ]

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Chronologie
 

Chronologie der Gleichstellungsarbeit in Rellingen von 1995 bis heute



Seit dem 15. Juni 1995 hat Rellingen eine Gleichstellungsbeauftragte.Zu dieser Tatsache gehört eine für die Entwicklung der Gleichstellungsarbeit in Schleswig-Holstein nicht unwichtige Vorgeschichte:
Am 1. April 1990 tritt die neue Gemeindeordnung für Schleswig-Holstein in Kraft, die in § 2 Abs. 3 die Verpflichtung der Kommunen zur Bestellung einer hauptamtlichen Gleichstellungsbeauftragten für Gemeinden über 10.000 EinwohnerInnen verankert.
Am 23. März 1991 erhebt die Gemeinde Rellingen (federführend für andere Gemeinden in Schleswig-Holstein) gegen diese Vorschrift Verfassungsbeschwerde, weil sie die Ansicht vertritt, dass die Verpflichtung der Bestellung einer hauptamtlichen Gleichstellungsbeauftragten gegen das grundgesetzlich garantierte Selbstverwaltungsrecht der Gemeinden verstößt.
Am 26. Oktober 1994 wird vom 2. Senat des Bundesverfassungsgerichts das Urteil verkündet, dass die den Gemeinden auferlegte Verpflichtung zur Bestellung einer hauptamtlichen Gleichstellungsbeauftragten mit dem Selbstverwaltungsrecht der Kommunen vereinbar ist.
Die Gemeinde Rellingen kommt in relativ kurzer Zeit der Verantwortung nach, eine Gleichstellungsbeauftragte zu bestellen und besetzt für den 15. Juni 1995 die Stelle der hauptamtlichen Gleichstellungsbeauftragten.
Zunächst wird die wöchentliche Arbeitszeit auf 19,25 Stunden festgelegt. Für die Öffentlichkeitsarbeit der Gleichstellungsbeauftragten werden 5.000,00 DM eingeworben. Seit dem 1. Januar 1999 arbeitet die Gleichstellungsbeauftragte mit 25 Wochenstunden. 
   
 

Die Jahre 1999 bis 2003

Zweimal im Jahr veröffentlicht die Gleichstellungsbeauftragte ein Programm mit Veranstaltungen und Angeboten, das verschickt wird und in den öffentlichen Einrichtungen ausliegt. Der Rellinger Frauenempfang ( am ersten Sonntag im Februar) entwickelt sich zu dem Frauentreffpunkt zu Beginn eines Jahres. Im Mittelpunkt steht jeweils ein aktuelles Thema, das von unterschiedlichen Expertinnen dargestellt wird. Ansprechende Musik und eine Informationsbörse begleiten das Programm.  Die in regelmäßigen Abständen der Öffentlichkeit vorgelegten Jahresberichte geben Auskunft über die geleistete Arbeit und initiierten Projekte. Alle  Angebote werden in ausreichendem Maße angenommen, es entwickeln sich verschiedene Arbeitsgruppen, die Angebote für Frauen in Rellingen entwickeln und die Arbeit der Gleichstellungsbeauftragten begleiten. Die Gleichstellungsbeauftragte kooperiert im Laufe der Zeit mit fast allen Institutionen, Vereinen und Verbänden in Rellingen.

Erste Einschnitte in 2003

Eine einschneidende Veränderung erfährt die Gleichstellungsarbeit durch die unverhältnismäßig hohe Kürzung des Etats für die Öffentlichkeitsarbeit um 50 % für das Jahr 2003 ( von 2.600 € auf 1.300 €).Im Jahr 2004 stehen der Gleichstellungsbeauftragten 1.500 € zur Verfügung. Die Zukunft wird zeigen, welchen Stellenwert die Gleichstellungsarbeit und die Frauenpolitik in Rellingen haben werden. 

Das Jubiläum im Jahr 2005

Im Jahr 2005 wurde das Jubiläum: 10 Jahre Gleichstellungsarbeit in Rellingen ( 15. Juni 2005) gefeiert.Aus diesem Anlaß wurde eine umfangreiche Dokumentation erstellt, die bei der Gleichstellungsbeauftragten erhältlich ist (5 €).

Reduzierung der Stunden in 2006

 Ende 2006 wird die wöchentliche Arbeitszeit der Gleichstellungsbeauftragten trotz großer Proteste ( 583 UnterstützerInnenpostkarten waren beim Bürgervorsteher eingegangen) mit den Stimmen der Mehrheitsfraktion von 25 auf 10 Stunden pro Woche reduziert. Die Grundlage für diese Entscheidungsmöglichkeit waren  die geänderten gesetzlichen Vorgaben, die nach der Landtagswahl 2005 von den Koalitionspartnern auf den Weg gebracht wurden.Dieser Einschnitt in die Gleichstellungsarbeit wird zum 1.Juli 2007 wirksam, ab diesem Datum ist die Gleichstellungsbeauftragte nur einen Tag in der Woche im Rathaus erreichbar. Mit den Vertreterinnen der Kooperationspartnern, den Netzwerk der Rellinger Frauen und der Verwaltung legt die Gleichstellungsbeauftragte die möglichen Schwerpunkte nach der Stundenreduzierung fest:Die 'Leuchttürme' der Gleichstellungsarbeit sollen auf jeden Fall erhalten bleiben: Der Frauenempfang, der Kleidermarkt, der Rellinger Frauentreff und die Veranstaltungsreihen 'Frauen brauchen eine andere Medizin' und das Thema 'Nein zu Gewalt an Frauen'. Sie öffnen den Rat suchenden Frauen die Tür zu den Beratungsangeboten und bringen die gleichstellungsrelevanten Themen in die Öffentlichkeit. Die Informationsveranstaltungen sind stark reduziert. Die Verwaltungsinterne Arbeit wird stark eingeschränkt, die Beteiligung in Personalangelegenheiten nur bei besonderen Ausschreibungen möglich.Die kreisweite Vernetzung ist kaum möglich. Die landesweite Vernetzung geschieht 'online'. Die Situation ist mehr als unbefriedigend.

Situation 2010

Auf Initiative der Verwaltung - zur Ausweitung des Beratungsangebotes - werden der Gleichstellungsbeauftragten im November 2009 wieder mehr Stunden zu gespochen. Seit dem 1. Januar 2010 ist die Gleichstellungs- und Familienbeauftragte mit 15 Wochenstunden im Einsatz und an zwei Tagen in der Woche im Rathaus erreichbar: Dienstag und Freitag. Am 21. April 2010 erhält Dorathea Beckmann die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland - für ihren engagierten Einsatz bei der landesweiten Aktion 'Gewalt kommt nicht in die Tüte', für verschiedene Veranstaltungsreihen und den weit über die Grenzen des Landes bekannten 'Rellinger Frauenkleidermarkt'.

15 Jahre Gleichstellungsarbeit in Rellingen - Reflexion - Diskussion - Vision : unter diesem Motto lädt die Gleichstellungsbeauftragte im Juni zu einem 'Open Space' ins Rellinger Rathaus ein.  30 engagierte Bürgerinnen und Bürger entwickeln mit großem Engagement ihre Ideen, Vorhaben, Vorstellungen und Ziele für die Zukunft der Gleichstellungs- und Familienarbeit. Aufgrund der großren Resonanz findet ein zweites Treffen im Oktober statt. Die Ergebnisse sind in einer Dokumentation zusammengefasst. Dokumentation Open Space [PDF: 3,8 MB]

2015 - 20 Jahre Gleichstellungsarbeit in Rellingen

Das Jahr 2015 steht ganz im Zeichen von zwei markanten Jubiläen. Im März feiert der Rellinger Frauentreff sein 15jähriges Bestehen. Seit März 2000 gibt es an jedem zweiten Mittwoch im Monat ein abwechslungsreiches Programm. Jedes Jahr nehmen rund 300 Frauen dieses Angebot war. Die Verantwortung trägt ein Team von fast zwanzig Frauen aus Rellingen unter der Leitung der Gleichstellungsbeauftragten. Die Bedeutung dieser mittlerweile zu einer festen Institution gewordenen Einrichtung in Rellingen wird in den drei Grußworten zum Jubiläum deutlich
15 Jahre Rellinger Frauentreff- die drei Reden [PDF: 338 KB]


Das Jubiläum ‚20 Jahre Gleichstellungsarbeit‘ wird mit einem Dreiklang gefeiert:

Jubiläumsdreiklang [PDF: 129 KB]

Die Projektgruppe ‚Frauen und Heimat‘ (gegründet im Jahr 1997) setzte die Arbeit an den Porträts Rellinger Frauen fort und gestaltete zum Jubiläum eine Ausstellung mit 37 neuen Porträts. Die Ausstellung wurde vom 4. Juni bis zum 26. Juni zunächst im Rellinger Rathaus gezeigt, im Herbst in der DRK-Begegnungsstätte und im Frühjahr 2016 dann fand sie ihre Heimat im DRK-Seniorenwohnsitz Oberer Ehmschen. Alle Porträts und Informationen werden in einer Broschüre zusammengefasst.  BroschürePorträts2015titelbild [PDF: 7,2 MB] Diese Broschüre ist im Rellinger Rathaus an der Information erhältlich.

Die politische Dimension des Jubiläums steht im Mittelpunkt des Empfangs am 14. Juni 2015. Nach dem sehr informativen Vortrag heben verschiedene Grußworte die Bedeutung der Gleichstellungsarbeit hervor und die Forderung nach einer Anhebung der wöchentlichen Arbeitszeit wird nachdrücklich wiederholt.

Die lange Nacht der Gleichstellung stellt den Höhepunkt der Feierlichkeiten dar. Nach einem bunten Programm, das auf vielfältige Weise Ergebnisse der Gleichstellungsarbeit präsentiert, wird bis weit nach Mitternacht getanzt. Das Fest ist in dieser Art eine Premiere für Rellingen. Es stärkt die Vernetzung und gibt Schwung für die nächsten Jahre.

Der 13. Rellinger Frauenkleidermarkt im Februar 2015, die Gesundheitsreihe im Oktober und die Veranstaltungen rund um die Aktion ‚Gewalt kommt nicht in die Tüte‘ im November sind ein fester Bestandteil der Gleichstellungsarbeit ebenso wie verschiedene Workshops, die Frauen in unterschiedlichen Lebenssituationen stärken und die Vorträge zum Thema: ‚Elterngeld und Elternzeit‘. All die genannten Aktivitäten können aber nicht darüber hinweg täuschen, dass eine zufriedenstellende, dem Verfassungsauftrag umfänglich nachkommende und nachhaltige Gleichstellungsarbeit mit dem zur Verfügung stehenden Stundenkontingent nicht um zu setzten ist.

Im Jahr 2015 kommen auf die Gleichstellungsarbeit - so wie für uns alle - sogar noch neue Aufgaben hinzu: die Integration der Flüchtlinge.


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25.04.2016