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Mit Fleiß, Herz und Engagement

Kirsten Meins für weitere zwei Jahre als Behindertenbeauftragte der Gemeinde Rellingen bestätigt.

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Für die Unterstützung von behinderten Menschen ziehen sie an einem Strang: Behindertenbeauftragte Kirsten Meins (Mitte), Bürgermeister Marc Trampe und Marianne Stock, die Vorsitzende des Ausschusses für Senioren, Soziales und Kultur. ©Frenzel/kommunikateam

Viele reden von Inklusion – Rellingen handelt. Als eine der ersten Kommunen im Kreis Pinneberg hatte die Gemeinde vor rund einem Jahr eine Behindertenbeauftragte bestellt. Jetzt hat die Gemeindevertretung Kirsten Meins für weitere zwei Jahre bestätigt. Ehrenamtlich setzt sie sich dafür ein, Menschen, die es wegen Handicaps schwerer haben als andere, mit Rat und Tat zu unterstützen. Der Auftakt war erfolgreich. Nun stellte die engagierte Helferin gemeinsam mit Marianne Stock, der Vorsitzenden des Ausschusses für Senioren, Soziales und Kultur, sowie Bürgermeister Marc Trampe ihre weiteren Pläne vor.

Kern ihrer Arbeit waren zunächst ihre regelmäßigen Sprechstunden am ersten Dienstag im Monat von 16.30 bis 18 Uhr im Rathaus, in denen sich jeder Bürger mit seinen Sorgen an Kirsten Meins wenden konnte. Dieser Fixpunkt ist etabliert. Kirsten Meins erfuhr von Problemen mit der Bürokratie und Behindertenparkplätzen und vielem mehr. Sie half beim Ausfüllen von Formularen und nahm jeweils Kontakt mit zuständigen Stellen auf, die eventuell helfen können. Dazu kam im ersten Jahr viel Netzwerkarbeit, um tief in die Materie einzusteigen. „Das erste Jahr war Basisarbeit. Es ging zunächst darum, die Behindertenbeauftragte bekannt zu machen und Vertrauen zu gewinnen. Und manchmal half schon einfaches Zuhören weiter“, sagt sie.

Ihr Arbeitsfeld ist groß, denn mögliche Einschränkungen sind vielfältig. Ob es ältere Menschen sind, die körperlich nicht mehr so mobil sind, ob Blinde und Sehbehinderte, ob behinderte junge und erwachsene Menschen, die gern arbeiten möchten, aber nicht so leistungsfähig sind wie andere – sie alle und noch viele mehr stehen im Fokus der Tätigkeit. „Jungen Menschen mit Handicaps möchte ich beispielsweise Türen in Ausbildung und Arbeitsleben öffnen, weil das für sie viel mehr bedeutet als nur Bezahlung“, sagt sie und steht deshalb auch in engem Kontakt mit Wirtschaftsförderer Harald Poppner, um Unternehmen zu sensibilisieren. Außerdem plant sie für das zweite Quartal eine Veranstaltung mit dem HVV, auf der mobilitätseingeschränkten Personen ganz praktisch erklärte werden soll, wie sie auf Wegen von A nach B besser zurechtkommen, damit sie am gesellschaftlichen Leben leichter teilhaben können.

Das gilt gleichermaßen auch für blinde Personen. Wie kann die Gemeinde ihren öffentlichen Raum intelligenter gestalten, damit Nicht-Sehende ihn besser nutzen können? Um solche und andere Fragen zu beantworten, knüpft die Behindertenbeauftragte ständig neue Kontakte zu Experten, wie dem mittlerweile bundesweit bekannten blinden Ingenieur Volker König, der sich seit langem mit solchen Fragen beschäftigt. Auch Zusammenkünfte mit anderen Behindertenbeauftragten bringen sie weiter. „Man muss nicht immer das Rad neu erfinden“, sagt Kirsten Meins.

Ihr hilft dabei ihre zugewandte, offene Art – man merkt sofort: Für Kirsten Meins ist die Tätigkeit kein bloßer „Job“, sondern eine Herzensangelegenheit! Das haben in Rellingen auch die Politik und die Verwaltung wahrgenommen. „Frau Meins hat unsere Erwartungen voll erfüllt. Wir bedanken uns sehr“, sagte Bürgermeister Marc Trampe und Marianne Stock ergänzte: „Kirsten Meins ist ein Typ, der auf die Menschen zugeht. Ich freue mich, dass ihre Arbeit so gut angenommen wird.“ Alle drei sind sich einig, dass es oft schon Kleinigkeiten sind, die für Behinderte große Bedeutung besitzen. Kirsten Meins gab auch das Dankeschön in Richtung Rathaus zurück: „Für mich gibt es bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern immer offene Türen. Wenn ich Unterstützung benötige, habe ich sofort Ansprechpartner.“

Sie wünscht sich, dass sich noch mehr Rellingerinnen und Rellinger bei ihr melden – solche, die Hilfe benötigen, und solche, die vielleicht auch gern Hilfestellung geben wollen. Sie freut sich auf Resonanz unter der Telefonnummer 0 41 01/564 121. Da erreicht man das Vorzimmer des Bürgermeisters, in dem gern Nachrichten an sie aufgenommen werden. ©Frenzel/kommunikateam

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