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Die Freundschaft muss ruhen

Rellingen und Halstenbek spielen erstmals seit 1986 wieder gegeneinander Fußball. Der Erlös geht an die Jugendfeuerwehren der beiden Gemeinden.

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Rellingens Bürgermeister Marc Trampe und sein Halstenbeker Amtskollege Claudius von Rüden (mit dem Pokal aus den 1980er-Jahren) freuen sich auf das freundschaftliche Kräftemessen. ©Flomm/kommunikateam

Persönlich kommen Rellingens Bürgermeister Marc Trampe und sein Halstenbeker Amtskollege Claudius von Rüden bestens miteinander aus. Häufig treffen sich die beiden Verwaltungschefs zum gemeinsamen Essen, fahren miteinander zu Terminen. Am 18. Mai wird diese Freundschaft aber für mehrere Stunden ruhen müssen, denn es geht um eine wichtige Frage: Welche Gemeinde ist die Nummer eins im Fußball. Die Antwort gibt es von 15 Uhr an auf der Anlage der SV Halstenbek-Rellingen am Thesdorfer Weg. Im Anschluss an das traditionelle Erstklässlerturnier der SV HR (10 bis 14 Uhr) kommt es zum Duell.

„Eigentlich dachten wir, wir erfinden etwas Neues“, sagte von Rüden. Doch schon in den Jahre 1983 bis 1986 spielten Teams aus Verwaltung und Kommunalpolitik gegeneinander. Halstenbeks Bürgermeister fand sogar den damals von seinem Vorgänger Gerhard Flomm und Rellingens Verwaltungschef Hans-Werner Tellkamp gestifteten Wanderpokal wieder. Dreimal siegte in den 1980er-Jahren Halstenbek. Nur 1984 schaffte Rellingen einen Erfolg. Der fiel mit 7:0 aber sehr deutlich aus. Aktuell ist der mittlerweile 81 Jahre alte Flomm als Überreicher des Pokals angefragt.

Trampe und von Rüden lieferten im Vorfeld ein Ballyhoo, wie ihn sonst nur Schwergewichtsboxer vor einem WM-Fight schaffen. „Ich setze auf die Grundqualität unserer Mannschaft. Einmal Training reicht. Ich freue mich schon auf den Rellinger Sieg“, sagte Trampe. Von Rüden, dessen Team mit geistlichem Beistand von Pastor Norbert Dierks zweimal trainierte und der dabei seine 20 Jahre alten Fußballschuhe verschliss, konterte: „Ich spiele als Vorstopper, und ich hoffe, dass Trampe den Mut hat, gegen mich zu spielen.“

Es wird also ein Kampf mit Haken und Ösen. Nur gut, dass man im Vorfeld für einen guten Schiedsrichter gesorgt hat. Geleitet wird das Spiel von Landrat Oliver Stolz, der allerdings eine Vergangenheit in der Rellinger Verwaltung hat. Sollte es nach den beiden Halbzeiten zu je 35 Minuten unentschieden stehen, geht es sofort ins Elfmeterschießen. Marc Trampe: „Wir freuen uns, unsere freundschaftliche Rivalität auszuleben.“

Beide Bürgermeister bedankten sich bei der SV Halstenbek-Rellingen, die als Gastgeber fungiert und auch einen zusätzlichen Pokal für die siegreiche Mannschaft auslobt. Gespielt wird übrigens auch für einen guten Zweck. Es werden Spenden für die Jugendfeuerwehren der beiden Gemeinden gesammelt. Marc Trampe: „Die Rellinger Wehr ist 2020 Co-Gastgeber von Tangstedt des großen Pfingstzeltlagers. Dafür kann man das Geld sehr gut gebrauchen.“ ©Flomm/kommunikateam

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