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Den Garten nützlingsfreundlich gestalten

Gut besuchte Informationsveranstaltung im Rellinger Rathaus. Georg Henkel, Gartenbau-Ingenieur und Baumschulgärtner der Landwirtschaftskammer, gibt viele Tipps.

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Die Wildkräutermischung der neu angelegten Blühwiese entwickelt sich prächtig. Neben verschiedenen Gräser- und Kleesorten bereichern auch Wilde Möhre, Malve und Leimkräuter die insektenfreundliche Grünfläche.

Die jüngst von den Vereinten Nationen veröffentlichten Zahlen sind alarmierend, erschreckend und beklemmend: Von den weltweit acht Millionen Tier- und Pflanzenarten auf der Erde ist eine Million vom Aussterben bedroht. Aber: Jeder von uns kann etwas tun, um diesem Artensterben entgegen zu wirken. Das war auch ein Ziel der gut besuchten Veranstaltung „Nützlingsfreundliche Gärten – Tipps & Tricks für den Hausgarten“, zu der die Gemeinde Rellingen in den Ratssaal des Rathauses eingeladen hatte.

Viele Rellingerinnen und Rellinger, aber auch Bürgerinnen und Bürger aus Nachbargemeinden waren gekommen, um dem Vortrag von Georg Henkel, Gartenbau-Ingenieur und Baumschulgärtner der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein, zu folgen. Die Quintessenz des Abends: Niemand muss alles machen, aber wenn jeder etwas tut, ist der Nutzen immens groß.

Im vergangenen Jahr hatte die Gemeinde Rellingen den „Runden Tisch Biodiversität“ ins Leben gerufen. „Mit dieser Infoveranstaltung wollen wir den Bürgerinnen und Bürgern nun Tipps und Tricks mit auf den Weg geben“, sagte Rathaus-Mitarbeiterin Deycke Zorn bei der Begrüßung.

Und Georg Henkel hatte in der Tat viele nützliche Anregungen parat. Eine davon: Im Garten sollte zu jeder Zeit etwas blühen. Eine andere: Leben braucht Wasser. Deshalb sind Wasserstellen extrem wichtig. Auch Nistkästen und Insektenhotels sind eine gute Idee, wobei die Nahrungsgrundlage für die Nützlinge aber wichtiger sei, als eine gute Unterbringung. Unbedingt zu vermeiden sind Kies- und Steinwüsten, die aus Gründen der Bequemlichkeit immer öfter anzufinden sind. Häufig langt schon eine Pflanze, über die sich die Nützlinge wie über Brückenpfeiler von einer Nahrungsquelle zur nächsten bewegen können. Georg Henkel: „Jeder kann auch auf einem Balkon dafür sorgen, dass sich Tiere wohlfühlen.“ Am Ende bat der Spezialist die Vortragsbesucher darum, sich nur einen Punkt von einer ganzen Liste zu Herzen zu nehmen. Sei es, einen Komposthaufen anzulegen, oder die Gartenlaube mit einer Rankpflanze zu begrünen.

Die Gemeinde Rellingen hat seit Gründung des „Runden Tisches Biodiversität“ auch schon einiges getan. Zur Anbringung von neuen Nistkästen sind auch die Anlage von Blumenwiesen am Oberen Ehmschen, im Bereich Lohacker/Kreuzacker sowie am Stawedder gekommen. ©Flomm/kommunikateam

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