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Gute Tipps für Senioren mit Rollatoren

Die von der Behindertenbeauftragte Kisten Meins initiierte Aktion „Mobilität in Bus und Bahn“ ist schon bei der ersten Aktion ein großer Erfolg.

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Das Mobilitätstraining für Senioren, die den öffentlichen Personennahverkehr auch mit dem Rollator und dem Rollstuhl nutzen wollen, wurde sehr gut angenommen. ©Flomm/kommunikateam

Die Passanten an der Hauptstraße staunten nicht schlecht, als der Linienbus zunächst auf der Hauptstraße hielt und dann rückwärts auf den Rathausparkplatz setzte. Es war aber keine neue Haltestelle, die da eingeweiht wurde. Vielmehr ging es um die Aktion „Mobilität in Bus und Bahn – Barrierefrei unterwegs“, die Rellingens Behindertenbeauftragte Kirsten Meins initiiert hatte.

„Das war eine Idee, die ich schon bei meinem Amtsantritt im Januar 2018 hatte“, sagte Meins. Menschen, die im täglichen Leben auf einen Rollator oder auf den Rollstuhl angewiesen sind, stehen vor besonderen Herausforderungen: Wir nutze ich sicher den öffentlichen Personennahverkehr? Welche Möglichkeiten stehen mir zur Verfügung? Wie steige ich richtig ein und aus? So lauteten die zentralen Fragen, die Kirsten Meins und Michael Krieger von der Mobilitätsberatung des Hamburger Verkehrsverbundes (unterstützt von zwei ehrenamtlichen Helferinnen) beantworteten.

Sorgen, dass die Veranstaltung, die bei den Seniorenausfahrten der Gemeinde kräftig beworben wurde, nicht angenommen werden könnte, zerstreuten sich schnell. Schon vor dem offiziellen Beginn waren die ersten Interessenten vor Ort. Sie erfuhren, dass es besser ist, den Rollator beim Einsteigen anzukippen und nicht anzuheben und dass es sicherer ist, den Bus rückwärts zu verlassen. „Auch die Kommunikation mit Mitreisenden und dem Busfahrer ist wichtig“, sagte Krieger. Ein wichtiges Hilfsmittel ist zudem die blaue Taste für Rollstuhlfahrer und Kinderwagen im Inneren sowie am Äußeren des Busses, die aber auch von den Rollator-Benutzern gedrückt werden kann und die die Aufmerksamkeit des Fahrers garantiert. Ulrike Aderhold war begeistert: „Das mit der blauen Taste wusste ich nicht. Die werde ich jetzt immer benutzen“, sagte die Seniorin und fügte an: „Danke an die Gemeinde für diese Informationsmöglichkeit.“

Die Behindertenbeauftragte Kirsten Meins hält an jedem ersten Dienstag im Monat von 16.30 bis 18 Uhr ihre Sprechstunde im Rathaus ab. Per E-Mail ist Kirsten Meins unter behindertenbeauftragte(at)rellingen.de sowie auch telefonisch unter 0 41 01/564 121 zu erreichen. ©Flomm/kommunikateam

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