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Klima-Demo an der Caspar-Voght-Schule

Auch in Rellingen streiten die Schülerinnen und Schüler für ein Umdenken in der Politik – Und zeigen Schwänzern die Rote Karte.

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Ein Teil der Organisatorinnen und Organisatoren der Klima-Demo an der Caspar-Voght-Schule zeigt ein großes Transparent. ©Flomm/kommunikateam

„Wir sind hier, wir sind laut, weil Ihr unser Klima klaut.“ Der wohlbekannte Slogan der jugendlichen Klimaschützer hallte jetzt auch über den Schulhof der Caspar-Voght-Schule im Rellinger Ortsteil Egenbüttel. Ein etwa zwölfköpfige Gruppe aus der Oberstufe hatte zu einer „Fridays For Future Plus“-Aktion aufgerufen. „Viele Schülerinnen und Schüler haben nicht die Möglichkeit, zu den Demonstrationen nach Hamburg oder Pinneberg zu gehen, oder ihre Eltern wollen das nicht“, sagte Mitorganisatorin Esther aus der zwölften Klasse. Schnell wurde daraus der Plan entwickelt, eine eigene Demonstration zu organisieren.

Auf dem Schulhof wurde eine Lautsprecher-Anlage aufgebaut, die etwa 250 anwesenden Jungen und Mädchen aus allen Klassenstufen reckten ihre zuvor angefertigte Plakate in die Höhe. „Wir singen im Atomschutzbunker. Hurra, diese Welt geht unter“, dröhnte es aus der Box. „Früher war der Fisch im Plastik und nicht das Plastik im Fisch“, stand auf einem Plakat zu lesen. Oder in Anlehnung an den amerikanischen Präsidenten Donald Trump: „Make the world great again.“ Auf einer Stellwand hatte ein Kunstkurs Bilder ausgestellt, die sich mit den Themen Klimaerwärmung und Plastikmüll beschäftigten

Wichtig war die Organisatoren die Ernsthaftigkeit ihres Anliegens: „Wer diese Demo zum Schwänzen nutzen will, kann gleich wieder gehen. Sonst würde man ja den Kritikern dieser Aktion recht geben“, sagte Esther.

„Wenn Ihr einen Abschluss macht, aber der Planet nicht mehr da ist, nützt das nichts“, rief die Zwölftklässlerin Caro ihren Mitschülerinnen und Mitschülern zu. An der CVS blieb es aber nicht nur bei Plakaten und dem Rufen von Parolen. Konkret wurden Vorschläge gesammelt, wie auch an der Egenbütteler Schule etwas für den Klimaschutz getan werden kann. Da ging es unter anderem um mehr Grün auf den Schulhöfen und um Müllvermeidung. „Wir sind im engen Kontakt mit der Schulleitung, wie so etwas umgesetzt werden kann“, sagte Leon aus dem Orga-Team. Künftig wollen auch die Fünftklässler den Kontakt zur Grundschule sichen. Beeindruckt von der Demo zeigte sich auch Jochen Kähler. „Ich finde es immer gut, wenn sich die Jugendlichen engagieren“, sagte der CVS-Schulleiter. ©Flomm/kommunikateam

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