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Der legitime Nachfolger von Wilhelm Busch

Der Comiczeichner Flix eröffnet seine Ausstellung auf der Rellinger Rathausgalerie.

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Der Comic-Zeichner Flix (von links) sowie Klaus Schikowski, Programmleiter Comic und Graphic Novel des Carlsen-Verlags, stehen gemeinsam mit Tyll und Kerstin Peters vor dem Spirou-Titelbild. ©Flomm/kommunikateam

Die Galerie im Obergeschoss des Rellinger Rathauses hat schon vieles erlebt. Eine Comic-Lesung gehörte bislang noch nicht dazu. Genau das aber passierte jetzt, als Felix Görmann, alias Flix, seine Ausstellung „Von Beruf Comic-Zeichner“ eröffnete. Die Ausstellung bildete den Auftakt der mittlerweile vierten Rellinger Lesewoche, die von der Bürgerstiftung der Baumschulgemeinde initiiert wurde.

Von der Gemeinde Rellingen hatte Flix noch nie etwas gehört, als er eine E-Mail in seinem Postfach fand, in der er um die Gestaltung einer Ausstellung gebeten wurde. Die Rellingerin Kerstin Peters und ihr comicbegeisterter Sohn Tyll hatten die Idee gehabt – und Flix kurzerhand angeschrieben.

Nun hängt ein Querschnitt des Flix-Schaffens an dem Wänden des Rellinger Rathauses. Dazu gehören Arbeiten für die Frankfurter Allgemeine Zeitung, den Spiegel, den Tagesspiegel, seine „Neuauflagen“ von Klassikern wie Don Quijote und dem Faust. Vor allem aber Zeichnungen aus dem Comic „Spirou in Berlin“. Flix ist der erste deutsche Zeichner, der von der belgischen Urhebern der legendären Figur beauftragt wurde, ein Abenteuer des mittlerweile 80 Jahre alten Hotelpagen zu zeichnen. Am Tag nach der Ausstellungseröffnung wurde in Brüssel die französische Ausgabe von „Spirou in Berlin“ vorgestellt. „Das ist ganz schön aufregend“, gestand Flix.

Sein Rellinger Publikum, zu dem auch einige sehr junge Gäste gehörten, hatte er schnell in seinen Bann gezogen. Die Kombination aus projizierten Bildern und der gesprochenen Wortblasen funktionierte ganz ausgezeichnet. Der Berliner gab auch Einblicke in seinen Arbeitsalltag: „Ich zeichne fünf Tage in der Woche, acht Stunden am Tag.“ Eine Ausstellung seiner Zeichnungen sei wie ein Treffen mit alten Freunden. „Ich freue mich, dass Sie bei dieser Party dabei sind“, umgarnte er die Gäste, die das Angebot der graphischen Signierstunde weidlich annahmen.

Zuvor hatte Klaus Schikowski, Programmleiter Comic und Graphic Novel des Carlsen-Verlags, die Besucher der Vernissage mit auf einen Parforceritt durch die Comic-Geschichte genommen. Den Max-und-Moritz-Schöpfer Wilhelm Busch bezeichnete er dabei als den „Urvater des Comics“ und Flix als die „perfekte Schnittmenge aller deutschen Zeichner“. Da der Berliner auch Unterricht gibt, könne man sich in den kommenden Jahre auf viele tolle, neue Comics freuen.

Bürgermeister Marc Trampe gab in seiner Begrüßung zu, dass die Mittagspause einiger Rathausmitarbeiter nun länger dauern würde, da auf den ausgestellten Zeichnungen so viel zu entdecken sei. „Flix – Von Beruf Comic-Zeichner“ ist noch bis zum 25. Oktober zu den Rathaus-Öffnungszeiten (montags, dienstags, donnerstags und freitags von 8.30 bis 13 Uhr, dienstags auch von 14 bis 18 Uhr) zu besichtigen. ©Flomm/kommunikateam

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