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Ortsjugendpflege in Zeiten von Corona

Nach der virusbedingten Zwangspause ist das Jugendmobil wieder unterwegs. Die OASE muss allerdings noch etwas warten.

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Daniel Mietz (rechts) und Erik Neumann im improvisierten Kochstudio in der Mensa der Caspar-Voght-Schule. ©Flomm/kommunikateam

Die Corona-Pandemie hat auch die Ortsjugendpflege (OJP) der Gemeinde Rellingen kalt erwischt. „Wir hatten gerade das Ferienprogramm für die Osterferien fertiggestellt“, erinnert sich Ortsjugendpfleger Daniel Mietz etwas mehr als zwei Monate zurück. Dann kam das Virus, und das Ferienprogramm wurde ebenso ersatzlos gestrichen wie viele andere Veranstaltungen. Das bedeutete aber nicht, dass Mietz und sein Team zur Untätigkeit verdammt waren. Ganz im Gegenteil.

Unter anderem haben Mietz und sein Kollege Erik Neumann Präsenz gezeigt, um die Jugendlichen – aber nicht nur diese – auf die Einhaltung von Abstandsregeln und Kontaktverboten hinzuweisen. Mietz sprach den Jugendlichen großes Lob aus: „Wir können stolz sein. Die haben das richtig gut gemacht.“

Bei ihren Touren, die scherzhaft Patrouillen genannt wurden, nutzten die OJPler aber auch die Chance zum Gespräch, das auch von den Jugendlichen genutzt wurde. „Die Jugendliche haben in so einer Situation auch Ängste“, sagen Mietz und Neumann unisono. Auch telefonisch und per SMS wurde der Kontakt gesucht. Für das OJP-Team eine klare Bestätigung der bisher geleisteten Arbeit und des aufgebauten Vertrauens.

Die ungewöhnlichen Zeiten bedeuteten auch, dass neue Wege gegangen wurden. In der Mensa der Caspar-Voght-Schule wurde ein Kochstudio eingerichtet, aus dem Neumann und Jan Fasel beim „Kochen am Limit“ via Instagram (@jugendpflege_rellingen) berichteten. „Kochen am Limit“ bedeutet dabei aber nicht, dass Neumann und Fasel an ihre Grenzen am Herd stießen. Vielmehr wird die OJP vom Rellinger Hofladen mit Lebensmittel versorgt, deren Ablaufdatum nahe bevor steht. Daraus wurden leckere Mahlzeiten zum Nachkochen gezaubert – und die Zuschauer lernten noch etwas über die verwendeten Nahrungsmittel.

Auch in der OASE wurde gearbeitet. Bis unter anderem die neue Lounge-Ecke genutzt werden kann, dauert es allerdings noch etwas. Daniel Mietz: „Das notwendige Hygienekonzept ist schon erstellt. Wir melden uns, wenn wir wieder öffnen können.“ Erik Neumann und das Jugendmobil sind dagegen schon wieder unterwegs. Dienstags (10 bis 18 Uhr, Krupunder Ring), mittwochs (ca. 12 bis 18 Uhr, Hans-Reumann-Straße) und donnerstags (10 bis 18 Uhr, Feuerwache Rellingen) steht er für die Jugendlichen parat. „Die Standorte für montags und freitags werden kurzfristig mitgeteilt“, sagt Neumann, der betont: „Wichtig ist, dass die Abstandsregeln eingehalten werden.“ Dazu darf das Jugendmobil nicht betreten werden.

Ganz losgelassen hat das Coronavirus auch die Rellinger Ortsjugendpflege nicht, doch Daniel Mietz und sein Team freuen sich schon darauf, wenn es mit voller Kraft wieder losgehen kann. ©Flomm/kommunikateam

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