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Dorathea Beckmann

Dorathea Beckmann wurde 1995 die erste Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde Rellingen. Nachdem die  Gemeinde  1991 eine Verfassungsklage gegen die Bestellung einer Gleichstellungsbeauftragten eingereicht hatte, kämpfte sie  vor allem in ihren Anfangsjahren gegen harte politische Widerstände an. Trotzdem schafft sie es in kurzer Zeit, die Frauen in Rellingen durch ein Netzwerk zu verbinden, welches sich 1999 im Rellinger Frauentreff institutionalisiert oder Projekte wie den Rellinger Frauenkleidermarkt (seit 2004) aufzubauen. Sie organisierte über 1200 Veranstaltungen, richtete 24 erfolgreiche Frauenempfänge aus und sammelte rund 115.000 Euro Spenden. Für die Etablierung der Aktion „Gewalt kommt nicht in die Tüte“ auf Landesebene erhält sie 2010 die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Darüber hinaus half sie in ihrer Beratungstätigkeit unzähligen Frauen durch Lebenskrisen und unterstützte sie darin, ein selbstbestimmtes und gewaltfreies Leben zu führen. 2020 wird sie mit sehr großem Bedauern der Rellinger Frauen und der Kolleg*innen in den Ruhestand verabschiedet. Die studierte Diplom-Theologin ist außerdem Psychotherapeutin (nach HPG) und bietet Beratung, Therapie und Supervision an.

Zum Ende ihrer Arbeitszeit hat sie die Geschichte der Rellinger Gleichstellungsarbeit und 54 Porträts aktiver und engagierter Rellinger Frauen in dem Buch „‘Mehr Stolz, Ihr Frauen!‘ 25 Jahre Gleichstellungsarbeit in Rellingen 1995-2020. Die Geschichte und 54 Portraits“ aufgeschrieben. Das Buch entstand zusammen mit der Projektgruppe „Frauen und Heimat“ und ist an der Information im Rathaus sowie in der Buchhandlung Lesestoff (Hauptstr. 74 in Rellingen) für 25 Euro erhältlich.