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"Es war eine tolle Zeit"

Nach 20 Jahren als stellvertretender Bürgermeister wird Eckhard Schlesselmann von den Rathausmitarbeiterinnen und -mitarbeitern verabschiedet.

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Der amtierende Bürgermeister Marc Trampe (rechts) sowie die ehemaligen Verwaltungschefs Anja Radtke (von links) und Oliver Stolz bedankten sich bei Uschi und Eckhard Schlesselmann. ©Flomm/kommunikateam

Zum Abschied gab es Schokolade mit dem Konterfei von Eckhard Schlesselmann. Es war ein Geschenk für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Rellinger Rathauses, doch eigentlich war es der Christdemokrat, der an diesem Tag auf der Rathausgalerie im Mittelpunkt stand. Nach 44 Jahren in der Gemeindevertretung, davon zwölf Jahre als Vorsitzender des Schulausschusses und 25 Jahre als Chef des Bauausschusses, sowie 20 Jahren als stellvertretender Bürgermeister verabschiedet sich der 74 Jahre alte Schlesselmann von der kommunalpolitischen Bühne sowie von seiner ehrenamtlichen Verwaltungstätigkeit.

„Mein Herz schlug immer für die Verwaltung“, sagte der sichtlich gerührte Schlesselmann. Die Politik an sich habe ihn zuweilen zu sehr an eine Schlangengrube erinnert. Er habe die Entscheidung mit einem weinenden und einem lachenden Auge getroffen, fügte er an: „Aber die Entscheidung war richtig. Ich werde Euch alle vermissen. Es war eine tolle Zeit.“

Die tolle Zeit als Vertreter des Verwaltungschefs verbrachte Schlesselmann unter Joachim Diercks, Oliver Stolz, Anja Radtke und Marc Trampe. Bis auf Diercks, der privat verhindert war, waren alle Amtsträger vor Ort. „Du hast dem Amt des stellvertretenden Bürgermeisters eine hohe Wertigkeit gegeben“, sagte Trampe in seiner Würdigung: „Man konnte Dir das Haus anvertrauen, und das Haus hat Dir vertraut.“

Der aktuelle Landrat Oliver Stolz fügte hinzu: „Du hast die Parteibrille abgenommen, wenn Du das Bürgermeisterzimmer betreten hast, und Du warst immer loyal gegenüber der Gemeinde, aber auch gegenüber den Bürgermeistern und der Bürgermeisterin. Es ist ein großes Lob, wenn die Menschen es schade finden, dass Du gehst. Diese Würdigung hast Du Dir verdient.“ Anja Radtke, die für die drei Ex-Verwaltungschefs sprach, sagte: „Die Bürgermeister haben gewechselt, aber Du bist geblieben.“ Alle Redner vergaßen nicht, auch Schlesselmanns Ehefrau Uschi ausdrücklich und herzlich zu danken. Als Geschenke gab es unter anderem einen Reisegutschein, den das Ehepaar Schlesselmann gemeinsam einlösen wird, sowie einen „kulinarisch-kommunikativen“ Abend mit den drei „Ex-Chefs“.

Die Personalratsvorsitzende Britta Lühr hatte die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Rathauses gefragt, was ihnen spontan zu Eckhard Schlesselmann einfällt. Die Antworten, die zusammen mit vielen Bildern in einer Projektion gezeigt wurden, reichten von „Kompetent“ über „Alte Schule“ bis hin zu „Er erinnert mich an meinen Opa – und den mag ich auch“.

Während der Abschiedsfeier, die von zahlreichen persönlichen Gesprächen begleitet wurde, wurde auch verraten, warum es die Schokolade gab. Bei den Präsentkörben, die Eckhard Schlesselmann als amtierender Bürgermeister zu übergeben hatte, konnte es schon einmal vorkommen, dass die Schokolade auf dem Weg „verloren“ ging. Dass Schlesselmann diese nur bis zu seiner Verabschiedung aufgehoben hat, ist aber nur ein Gerücht. ©Flomm/kommunikateam

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