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Gemeinsam für einen erfolgreichen Schulstart

Zwölf Institutionen arbeiten zusammen, damit Rellingens Abc-Schützen bestmöglich vorbereitet sind.

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Strahlende Gesichter bei allen Beteiligten – Bürgermeister Marc Trampe unterzeichnete als Erster die Kooperationsvereinbarung. ©Frenzel/kommunikateam

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Schlechte Abstimmung, mangelndes Engagement, Nachlässigkeit – Bundestrainer Jogi Löw kann ein Lied davon singen, welche schlimmen Folgen so etwas haben kann. Zwölf Institutionen in Rellingen sind beispielhaft für das genaue Gegenteil. Sie bereiten Kinder optimal vor, natürlich nicht fürs Rasenspiel, sondern für den Start ins Schulleben. Jetzt wurde eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, die die Ergebnisse einer Arbeitsgruppe festschreibt – Bürgermeister Marc Trampe und alle anderen Beteiligten freuen sich über diesen Erfolg.

 

Was kann ein Kindergarten-Kind zum Schulanfang? Was sollte es können? Wie kann man fördern? Wie kann man dabei zusammenarbeiten, um diese wichtige Aufgabe möglichst effektiv zu gestalten? Gemeinsam beschäftigten sich Vertreterinnen und Vertreter von sieben Kindertagesstätten, der drei Grundschulen, des Förderzentrums und der Schulsozialarbeit der Gemeinde mit diesen Fragen. Nun wurde eine Kooperation beschlossen. „Alle Beteiligten bringen ihr jeweiliges fachliches Können ein, um die Herausforderungen des Übergangs zu meistern“, freut sich Silke Mannstaedt, Fachbereichsleiterin Bürgerservice.

 

Konkret bedeutet das, dass sich die Institutionen noch stärker vernetzen und ihre Handlungs-Kriterien vereinheitlichen. Beispiel: Besuche von Grundschullehrerinnen und -lehrern in den Kitas im letzten Jahr vor der Einschulung gab es bereits bisher schon – aber nun laufen sie in allen Kitas nach einem einheitlichen und deshalb vergleichbaren Arbeitsschema ab. Alle Kinder werden gleich behandelt, unabhängig davon, in welcher Kita sie betreut werden.

 

Vereinheitlichte Punkte wurden ebenso zu den Fähigkeiten der Kinder in punkto „Schulreife“ aufgeschrieben. Dabei ist allen Pakt-Teilnehmern besonders wichtig: Hier handelt es sich nicht um eine Art erstes Zeugnis, sondern um eine Momentaufnahme des kleinen Menschen. Jedem, der selbst Kinder hat, ist nämlich sonnenklar: Die Sprünge des Minis können in kurzer Zeit gigantisch sein! Manches Kind, bei dem man befürchten musste, dass blutige Unglücke passieren, sobald es eine Schere in die Hand bekommt, entwickelte sich binnen Jahresfrist zum souveränen Meister der Schnippelei, weil es liebevoll angeleitet wurde. 

 

Eltern müssen also nicht in Panik und Leistungsdruck verfallen, wenn bei ihrem Sprössling etwas noch nicht so klappt, was bei anderen selbstverständlich ist. Das wird schon, dafür sorgen die engagierten Teams in Kitas, Schulen und der Schulsozialarbeit. Die freuen sich natürlich, wenn Eltern mit ihnen an einem Strang in die gleiche Richtung ziehen, damit motorische und soziale, Handlungs- und Wissens-Kompetenzen gestärkt werden.

 

Konkret wird beispielsweise geguckt, ob die Schul-Starter eine Schleife binden und sich alleine aus- und anziehen können, ob mit der Toilette alles richtig und zur richtigen Zeit in den Pausen klappt, ob sie Regeln erfassen und einhalten können, ob sie zuhören und wesentliche Inhalte wiedergeben können und vieles mehr. Eine noch detailliertere Liste hat die Arbeitsgemeinschaft im Flyer „Erfolgreich starten!“ mit Informationen für Eltern schulpflichtiger Kinder zusammengestellt. Dort sind auch alle Ansprechpartner mit Kontaktnummer benannt, damit weitere Fragen geklärt werden können. Und jeder greift bei Bedarf auf das Knowhow des anderen zurück.

 

Besonders schön dabei ist, dass auch das Förderzentrum eine wichtige Rolle übernimmt und parat steht. Kinder, die es wegen einer Behinderung oder Entwicklungsverzögerung schwerer haben, und ihre Eltern bekommen kräftigen Rückenwind. Die Sonderpädagogen sind bestens vernetzt, wissen genau Bescheid, wer über Rellingen hinaus schulisch helfen kann, wenn ein Kind schwerhörig ist, Konzentrationsprobleme oder eine andere Beeinträchtigung hat. Das Team des Förderzentrums ist ein Pfadfinder durch den Dschungel der vielen Möglichkeiten.

 

Die Teilnehmer der Initiative haben nicht allein gemeinsam Standards geschaffen, sondern sie werden auch fortentwickelt. In regelmäßigen Treffen will man sich austauschen, um mögliche Verbesserungen zu besprechen.

Bürgermeister Trampe bringt die Aktion auf den Punkt: „Hier wird alles getan, um Kinder in einer wichtigen Lebensphase bestmöglich zu unterstützen.“  ©Frenzel/kommunikateam

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