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Gemeindeportrait

Seit 1974 besteht das einst urkundlich als „Reinlage“ erwähnte Rellingen in seiner derzeitigen Form mit insgesamt drei Ortsteilen: Rellingen-Ort, Krupunder und Egenbüttel. Egenbüttel war bis zu jenem Jahr selbst Gemeinde und sorgte für einen rasanten Bevölkerungsanstieg, der auch über 40 Jahre später noch nicht abgeschlossen ist und sich mittlerweile der 15.000er-Marke nähert.

Ein ausführliches Portrait der über 800jährigen Geschichte Rellinges finden Sie unter diesem Link.

Wahrzeichen Rellinger Kirche

Die Rellinger Kirche ist das Wahrzeichen der Gemeinde.

Zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges hat die alte Rellinger Kirche, soweit bekannt ist, fast keinen Schaden erlitten. Vielmehr wurde das alte Feldstein-Kirchenschiff im Jahr 1584 um ein weiteres Schiff erweitert, weil die alte Kirche für die erheblich angewachsene Bevölkerung des Ortes als auch der zum Kirchspiel gehörenden Dörfer zu klein geworden war. Lediglich während eines Unwetters vom 14. Februar 1648 wurde der alte romanische Turmhelm beschädigt und eines der beiden Kirchenschiffdächer in Mitleidenschaft gezogen.

Ein Problem über Jahrzehnte aber war die Zusammenführung der beiden Kirchenschiffdächer. Hier bekam man die Dichtigkeit der mittigen Regenrinne nicht in den Griff und es entstanden immer wieder Leckagen, die den Gottesdienst über Jahre hin beeinträchtigten.

Nach der Erneuerung des alten Kirchturms 1703 und dem Bau des barocken Turmhelms, der übrigens von dem Kirchspiel selbst finanziert wurde, nahmen die Reparaturen an der jahrhundertealten Bausubstanz des älteren Gebäudebestands aus Feldstein derartig zu, dass der Pastor von Rellingen und die Kirchenjuraten Rellingens eine Bittschrift an den damaligen Landesherrn, den König von Dänemark und Herzog von Schleswig-Holstein, ihnen einen Neubau der Kirche unter Beibehaltung des gerade erneuerten Turmes zu genehmigen. Das geschah gut 100 Jahre nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges! Nach diversen Gutachten von Baumeistern aus Altona und dem Umland zum Zustand der Kirche, zu denen auch der Architekt Cay Dose gehörte, wurde der Achteckbau aus Cay Doses Alternativen durch den König bevorzugt und zur Bekräftigung seiner Entscheidung durch Kopenhagen finanziell bezuschusst.  Die Kosten des Neubaus der Rellinger Kirche konnten erst mehrere Jahre nach Fertigstellung des Gebäudes seitens der Bevölkerung und der Kirche endgültig beglichen werden! Selbst Cay Dose konnte erst nach zwei Jahren sein restliches Honorar gezahlt werden.

Das Ergebnis ist eine achteckige Kirche mit einer Laterne. Diese zählt heute zu den bedeutendsten Barockbauten Schleswig-Holsteins. Die Klinkerstele des Ehrenmals an der Rellinger Kirche wurde von dem Architekten Hermann Höger kreiert. Sie besteht im wesentlichen aus Terrakotta. Für die Keramiken wiederum war der Bildhauer Ludwig Kunstmann zuständig.

Quelle der gemachten Ausführungen: Archiv der Rellinger Kirche und die Ausstellung „250 Jahre leben mit der Rellinger Kirche“ von Hr. Wieland Witt im Jahr 2006.

Kulturelle Events und Aktivitäten

Abseits der Gottesdienste wird die Rellinger Kirche auch für zusätzliche Musikveranstaltungen genutzt. Das Schleswig-Holstein Musik Festival, das Rellinger Maifestival und zahlreiche weitere Konzerte locken Zuhörerinnen und Zuhörer nicht nur aus der Gemeinde an. Unter der Devise „Kultur vor Ort für Jedermann“ präsentiert der Kulturausschuss ein buntes Programm in der Rellinger Rathaus Galerie. Ob Folkmusik oder Kleinkunst, ob Literatur oder klassische Musik und Kabarett – die Bandbreite ist enorm. Vier Stadtfeste – Maifest, Sommersonnenwende, das Apfelfest und der Weihnachtsmarkt – sorgen in jedem Jahr für schöne Tage.

Für weitere Aktivitäten steht eine umfassende Auswahl an Vereinen und Verbänden zur Verfügung, denen alle Interessierten jederzeit beitreten können. Für jeden ist etwas dabei: Neben Chören findet man hier auch Sozialverbände, Schulvereine und Theatergruppen. Wer sportlich aktiv sein möchte, findet ein umfangreiches Programm in Form von sportlichen Angeboten in vielen Vereinen. Wie alle Vereine und Verbände freuen sich auch die Freiwilligen Feuerwehren Egenbüttel und Rellingen über neue Mitglieder.

Kinder und Jugend

Kinderfreundlichkeit hat sich Rellingen ganz groß auf die Fahnen geschrieben. Mit sieben Kindertageseinrichtungen und drei Schulen – der Brüder-Grimm-Schule, der Caspar-Voght-Schule als Grund- und Gemeinschaftsschule, die nun auch um eine gymnasiale Oberstufe erweitert wurde, sowie der Erich Kästner Schule Rellingen-Krupunder – direkt vor Ort und weiteren Bildungsangeboten im Umkreis auch im musischen Bereich verfügt die Gemeinde über ein umfassendes Angebot für die Kleinen und nicht mehr ganz so Kleinen. Alle Schulen bieten auch ein zusätzliches Betreuungsangebot. Darüber hinaus können sich Kinder und Jugendliche im Jugendmobil austoben und die OASE besuchen. Die außerordentlich aktive Jugendarbeit macht’s möglich.