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Staatssekretärin Julia Carstens zu Gast in Rellingen

    Besuch des neuen Gewerbegebiets (B70) und des Rechenzentrum der Firma dataR GmbH

    Am offiziellen Spatenstich für das neue Gewerbegebiet an der Tangstedter Chaussee am 25. März 2025 konnte Staatssekretärin Julia Carstens aus terminlichen Gründen nicht teilnehmen. Ihren Besuch holte sie nun nach – mit großem Interesse an der Entwicklung des neuen nachhaltigen Gewerbegebiets.

    Bürgermeister Marc Trampe stellte die Besonderheiten des neuen Gewerbegebiets vor. Eine vergleichsweise niedrige Grundflächenzahl (GRZ) von 0,7 sorgt dafür, dass 30 Prozent der Fläche unversiegelt bleiben. Der Bebauungsplan gibt die Bepflanzung mit heimischen Laubbäumen sowie eine gärtnerische Gestaltung der nicht überbaubaren Flächen vor.

    Auf eine Gasleitung wird bewusst verzichtet. Zudem ist eine extensive Dachbegrünung mit mindestens 8 cm Substrat vorgeschrieben. Diese Maßnahmen verbessern das Mikroklima und sind Teil eines durchdachten Wassermanagements – bei Starkregen entlastet ein Regenrückhaltebecken, während Dachbegrünungen Wasser aufnehmen und verdunsten.

    Julia Carstens, die Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus, fand sehr interessant, dass sich das Gewerbegebiet gezielt an Handwerksbetriebe richtet. Das stärke den Standort. Trotz anspruchsvoller Planungsvorgaben wurde der Bebauungsplan in nur einem Jahr rechtskräftig.

    Die Bauarbeiten schreiten gut voran. Die Vollsperrung des Ellerbeker Wegs kann voraussichtlich früher aufgehoben werden. Die Firma H. Uhl Straßen- und Tiefbau GmbH zeigt sich zuversichtlich, dass die Grundstücke planmäßig Anfang 2027 übergeben werden können.

    Bei der anschließenden Baustellenbesichtigung der dataR GmbH in Krupunder informierten Managing Director Andreas Janker und Vertriebsleiter Ralph Seifert über den Bau von Deutschlands erstem nachhaltigen Rechenzentrum, das im 2. Quartal 2026 in Betrieb gehen soll.

    Das Rechenzentrum setzt auf Wasserkühlung, die 25-mal effizienter ist als Luft. Die entstehende Abwärme soll zum Heizen umliegender Gebäude genutzt werden. Darunter auch die neu geplante Erich Kästner Schule und die neue Sporthalle. Die technischen Vorrichtungen für die Wärmeauskopplung sind bereits installiert. Auch in der kommunalen Wärmeplanung soll das Rechenzentrum künftig eine Rolle spielen.

    Mit einem Investitionsvolumen von rund 80 Mio. Euro ist das Projekt die derzeit größte private Investition im Kreis Pinneberg. Mit vielen Eindrücken aus diesem Leuchtturmprojekt trat Julia Carstens die Heimreise nach Kiel an.

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