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30 Jahre Gleichstellungsarbeit in Rellingen

  • Rathaus

Unter dem Motto „Antifeminismus – eine Gefahr für Demokratie und Gleichstellung“ wurde gestern im Rellinger Rathaus ein besonderes Jubiläum gefeiert: 30 Jahre kommunale Gleichstellungsarbeit.

Der traditionelle Frauenempfang bot Anlass, zurückzublicken, Erfolge zu würdigen und aktuelle Herausforderungen in den Blick zu nehmen. Seit dem 15. Juni 1995 gibt es in der Gemeinde Rellingen die Funktion der Gleichstellungsbeauftragten.

Begrüßt wurden die zahlreichen Gäste von Rellingens Gleichstellungsbeauftragten Nina Timmermann, die seit fünf Jahren im Amt ist. In ihrer Ansprache hob sie besonders die enge Zusammenarbeit mit engagierten Bürgerinnen, Kommunalpolitikerinnen, mit Vereinen und auch der Kirche hervor. „Gleichstellung lebt von Vernetzung – und in Rellingen leben diese Netzwerke mit beeindruckendem Engagement“, betonte Timmermann.

Bürgermeister Marc Trampe gratulierte in seinem Grußwort zu dem Jubiläum und würdigte die Meilensteine der Gleichstellungsarbeit: Gleichzeitig ging er auf aktuelle Herausforderungen der Gleichstellungsarbeit ein. „Gerade am politisch rechten Rand wird Stimmung gegen Gleichstellung, Selbstbestimmung und Vielfalt gemacht. Aber wer Gleichstellung angreift, greift auch unsere demokratischen Grundwerte an. Dagegen müssen wir uns als Gesellschaft stellen“, machte der Bürgermeister deutlich.

In einem emotionalen Rückblick gab die ehemalige Gleichstellungsbeauftragte Dora Beckmann, die 25 Jahre lang die Geschichte der Gleichstellungsarbeit in Rellingen prägte einen persönlichen Einblick in die Anfänge der Gleichstellungsarbeit im Rellinger Rathaus. Von Widerständen und Ablehnung bis hin zur erfolgreichen Etablierung von Veranstaltungen wie dem Rellinger Frauentreff oder dem Rellinger Frauenkleidermarkt, die heute nicht mehr wegzudenken sind. Ein sichtbares Zeichen solidarischer Frauenpower.

Nina Timmermann nutzte die Veranstaltung auch, um auf aktuelle Herausforderungen in der Gemeinde hinzuweisen: Sorgearbeit, Wohnraummangel, zunehmender Rechtsdruck und finanzielle Abhängigkeit von Frauen seien drängende Probleme.

Den Abschluss bildete ein Vortrag von Tinka Frahm, Gleichstellungsbeauftragte des Kreises Pinneberg. Sie erläuterte unter anderem anhand des „Baums des Antifeminismus“ die wachsende Dynamik frauenfeindlicher Strömungen und betonte die Bedeutung.

Der diesjährige Rellinger Frauenempfang unterstrich eindrucksvoll, dass Gleichstellung in Rellingen kein Selbstläufer ist, sondern das Ergebnis kontinuierlicher Arbeit, solidarischer Netzwerke und dem Mut immer wieder Haltung zu zeigen.

Musikalisch wurde der Empfang von dem Duo „Die besondere Note“ begleitet. 

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