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Gemeinde Rellingen schafft langfristig Wohnraum für Geflüchtete und Obdachlose

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Bau für neue Apartmentwohnanlage in der Hans-Reumann-Straße 5 gestartet

Mit dem Start der Erdarbeiten hat der Bau einer neuen Apartmentwohnanlage in der Hans-Reumann-Straße begonnen. Das Gebäude soll künftig Platz für bis zu 50 Menschen bieten und einen wichtigen Beitrag zur Unterbringung von geflüchteten Menschen und obdachlosen Personen in der Gemeinde leisten.

Umgesetzt wird an dem Standort ein zweigeschossiger Neubau in massiver Bauweise mit insgesamt 15 Wohneinheiten. Jede Wohneinheit wird über eine eigene Küche und ein Bad verfügen.

Auch energetisch wird bei dem Neubau auf eine zukunftsfähige Lösung gesetzt. So wird die Beheizung über eine Luft-Wasser-Wärmepumpe erfolgen. Zusätzlich wird auf dem Dach eine Photovoltaikanlage installiert, um einen Teil des Energiebedarfs nachhaltig zu decken.

Die Investitionskosten für das Projekt belaufen sich auf rund 3,4 Millionen Euro. Nach derzeitiger Planung sollen die Wohnungen ab Ende Juni 2027 bezugsfertig sein.

Bereits seit vielen Jahren steht die Gemeindeverwaltung vor der Herausforderung, Menschen unterzubringen, die auf kommunale Unterstützung angewiesen sind. Aktuell müssen insgesamt 343 Personen durch die Gemeinde untergebracht werden. Darunter befinden sich rund 30 obdachlose deutsche Staatsangehörige sowie zahlreiche Geflüchtete, insbesondere aus der Ukraine. Darunter auch viele Familien mit Kindern.

Zur Bewältigung dieser Aufgabe betreibt die Gemeinde derzeit vier eigene Sammelunterkünfte. Darüber hinaus wurden 35 Wohnungen auf dem freien Wohnungsmarkt im Gemeindegebiet angemietet, um ausreichend Wohnraum zur Verfügung stellen zu können.

Gleichzeitig zeigt sich zunehmend, dass viele der in den Unterkünften lebenden Menschen nur schwer eine eigene Wohnung finden. Die angespannte Situation auf dem Wohnungsmarkt führt dazu, dass die Verweildauer in den gemeindlichen Unterkünften steigt, während gleichzeitig weitere Menschen auf eine Unterbringung angewiesen sind. Vor diesem Hintergrund werden mit dem Neubau zusätzliche nutzbare Kapazitäten geschaffen, um auch künftig ihrer gesetzlichen Unterbringungsverpflichtung nachkommen zu können.

Der Standort in der Hans-Reumann-Straße wurde dabei bewusst gewählt. Bereits in der Vergangenheit waren dort Wohncontainer aufgestellt und die notwendige Infrastruktur ist bereits vorhanden. Während an dem Standort bisher etwa 10 bis 15 Personen in Containern untergebracht waren, bietet der Neubau künftig Platz für bis zu 50 Bewohnende.

Bereits im Vorfeld wurden die direkten Anwohnenden im Rahmen einer Informationsveranstaltung über das Bauvorhaben in der Nachbarschaft informiert. Dort wurde Gelegenheit gegeben, Fragen zum Bauprojekt zu stellen und Anliegen vorzutragen.

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