Handwerksfrühstück 2026 im Rellinger Rathaus
Bereits zum 11. Mal hatte die Gemeinde Rellingen gemeinsam mit der Handwerkskammer Lübeck die ortsansässigen Handwerksbetriebe zum Handwerksfrühstück eingeladen. Das Leitthema der diesjährigen Veranstaltung lautete „Digitalisierung im Betrieb – ein ständiges Thema mit neuen Aspekten“ und sorgte für eine erfreuliche Teilnehmendenzahl.
Die Veranstaltung startete mit der Begrüßung durch Rellingen Bürgermeister Marc Trampe. Er bot eine kurze Übersicht von Themen, mit denen sich die Verwaltung gerade in Sachen Förderung der ortsansässigen Wirtschaft beschäftigt. Dazu gehört die Erschließung des neuen Gewerbegebietes an der Tangstedter Chaussee, die Jobbörse am 5. Juni im Rellinger Rathaus sowie das neu auf die Agenda von Politik und Verwaltung gesetzte Thema „Schaffung von Wohnraum für Mitarbeitende“. Um die Vorteile Rellingens einem breiteren Publikum bekannt zu machen und den Austausch und das Netzwerken zu unterstützen, ging vor kurzem der neue LinkedIn-Account der Rellinger Wirtschaftsförderung an den Start. Unter folgender Adresse freut dieser sich auf weitere Follower:
www.linkedin.com/company/wirtschaftsförderung-der-gemeinde-rellingen
Ebenso werden im Rahmen dieser kleinen Marketingoffensive auch die bestehenden Accounts der Gemeinde Rellingen in den sozialen Medien mit Informationen und News aus dem Rellinger Wirtschaftsleben versorgt.
Herr Wolfram Kroker, Beauftragter für Innovation und Technologie der Handwerkskammer Lübeck, referierte zum Thema Digitalisierung im Betrieb. Er gab einen umfangreichen Überblick, welche Möglichkeiten aber auch rechtliche Verpflichtungen die Digitalisierung für Handwerksbetriebe mit sich bringt. Beispielhaft sei hier nur genannt, dass Hinweise auf das Telemediengesetz (TMG) im Impressum veraltet sind, da dieses bereits am 14. Mai 2024 außer Kraft getreten ist und durch den § 5 des Digitale-Dienste-Gesetzes (DDG) ersetzt wurde. Auch ein Hinweis auf die EU-Online-Streitbeilegungsplattform (OS-Plattform) ist veraltet, da diese zum 20. Juli 2025 eingestellt wurde. Digitalisierung und alles Drumherum ist somit ein dynamischer Prozess, dessen wesentliche Rahmenbedingungen man als Gewerbetreibender im Blick haben sollte, auch wenn man die Hilfe eines Dienstleisters in Anspruch nimmt.
Wie sich Digitalisierung, Fachkräftesicherung und eine mitarbeiterorientierte Unternehmenskultur im Betrieb umsetzen lässt, war dass Thema des zweiten Referenten des Handwerksfrühstücks, INQA-Coach Kristian Lüdtke.
INQA, das steht für „Initiative neue Qualität der Arbeit“. Das Coaching für kleine und mittelständische Unternehmen mit 2 – 250 Mitarbeitern wird zu 80 Prozent vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) gefördert. Bei Beratungskosten in Höhe von 14.400 EUR, hat das Unternehmen einen Eigenanteil von maximal 2.880 EUR zu tragen. Das Besondere am INQA-Coaching: Die Mitarbeiter entwickeln selbst Lösungen und werden bei diesem Prozess durch den Coach begleitet. Abgeschlossen wird das INQA-Coaching durch die Vorstellung der erarbeiteten Ergebnisse und dem anschließenden Start mit deren Umsetzung.
Zum Ende des zweistündigen Handwerkerfrühstücks gaben der Wirtschaftsförderer der gemeinde Rellingen Sven Siemens sowie Betriebsberater Lars Lüthje von der Handwerkskammer Lübeck den Ausblick, auch im kommenden Jahr die ortsansässigen Handwerksbetriebe zum Austausch einzuladen (17. März 2027?). Freuen würden sich beide über die Anregung aus der Handwerkerschaft zu möglichen Themen oder auch über das Präsentieren eigener Best-Practice- Beispiele.
Einen ausführlichen Bericht zu den Themen des Handwerksfrühstücks gibt es in der kommenden Ausgabe des Rellinger Wirtschaftsnewsletters Fokus Rellingen.



