Rellingen gründet Bündnis für Demokratie
Ein starkes Zeichen für Zusammenhalt und Vielfalt
Rund 100 Teilnehmende folgten am Freitagabend der Einladung in die Aula der Caspar-Voght-Schule, um bei der offiziellen Gründung des Rellinger Bündnisses für Demokratie dabei zu sein. Neben zahlreichen interessierten Bürgerinnen und Bürgern beteiligten sich auch Vertreterinnen und Vertreter aller Fraktionen, der Gemeindeverwaltung sowie verschiedener Vereine und Verbände an der Auftaktveranstaltung. Gemeinsam wurde ein deutliches Zeichen für Freiheit, Respekt und gelebte Demokratie in Rellingen gesetzt.
Begrüßt wurden die Gäste von Prof. Dr. Karen Klotmann, die den Abend moderierte und durch das Programm führte. In ihren einleitenden Worten betonte sie die Bedeutung eines offenen Austauschs und für das demokratische Miteinander in Rellingen.
Bürgervorsteher Martin Claussen machte in seiner Rede deutlich, dass das Bündnis ein wichtiges Signal gegen jede Form des Extremismus setze. „Wir alle tragen gemeinsam Verantwortung für unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung“, sagte Claussen. Es gehe darum, insbesondere junge Menschen für demokratische Werte zu begeistern und sie zu ermutigen, sich einzubringen.
Mit Blick auf das aktuelle Weltgeschehen betonte er, dass Demokratie heute keinen leichten Stand habe: „Wenn Demokratie stirbt, verlieren wir die Kontrolle. Auch in Rellingen ist sie keine Selbstverständlichkeit.“ Claussen erinnerte unter anderem an die Kundgebung gegen Rechtsextremismus im Februar auf dem Arkadenhof, die bereits ein starkes Bild demokratischer Haltung gezeigt habe.
Im Anschluss sprach Bürgermeister Marc Trampe, der den Zusammenhalt in der Gemeinde hervorhob: „Wir wollen gemeinsam ein Zeichen setzen, gegen Hass und Ausgrenzung, für Respekt und Zusammenhalt.“
Er erinnerte daran, dass in Rellingen Menschen aus fast 100 Nationen leben und die Demokratie eine tägliche Aufgabe ist.
,,Gemeinsam muss die Stimme erhoben werden und nicht geschwiegen werden‘‘, so Trampe. Er rief dazu auf, nicht wegzuschauen, sondern aktiv mitzumachen und mitzugestalten, damit Rellingen ein Ort bleibe, an dem sich alle sicher und willkommen fühlen.
Abschließend begrüßte Karen Klotmann die Pastorin Inga Roetz-Millon auf der Bühne in der Aula der CVS, die das Rellinger Bündnis für Demokratie initiiert hat.
Inga Roetz-Millon unterstrich, dass Demokratie kein Selbstläufer sei: „Für Demokratie muss man etwas tun.“ Sie warnte vor einem zunehmenden Schwarz-Weiß-Denken und den Einflüssen sozialer Medien, die die Wahrnehmung und den gesellschaftlichen Ton verändern.
„Wir sind unterschiedlich und gerade das ist unsere Stärke. Doch die Freiheit steht über allem. Deshalb müssen wir uns gemeinsam und entschlossen für die Demokratie einsetzen“, betonte Roetz-Millon.
Im Anschluss an die Reden konnten die Teilnehmenden an verschiedenen Stationen ins Gespräch kommen. Dabei standen die Themen Demokratie, Dialog und die Jugend im Fokus. Hier wurden Ideen gesammelt, Kontakte geknüpft und erste Mitmachmöglichkeiten vorgestellt.
Die ersten Erkenntnisse der Gespräche wurden zum Abschluss kurz präsentiert und bilden die Grundlage für die weitere Arbeit des Bündnisses.
Die nächste Veranstaltung des Rellinger Bündnisses für Demokratie findet am 17. November 2025 um 19 Uhr im Gemeindehaus am Hermann-Löns-Weg statt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, sich einzubringen und das Bündnis zu unterstützen.





