Workshop zur „Dialogbotschafter*in“ in Rellingen
Am vergangenen Samstag, den 7. Februar, fand im Ratssaal des Rellinger Rathauses ein ganztägiger Workshop zur Ausbildung von Dialogbotschafter*innen statt.
Von 9 bis 17 Uhr kamen rund 30 Teilnehmende aus Verwaltung, Politik sowie engagierte Bürger*innen zusammen, die sich für Demokratie und konstruktiven Dialog interessieren.
Die Veranstaltung richtete sich an Menschen, die lernen möchten, auch in herausfordernden Gesprächssituationen dialogfähig zu bleiben. Die Nachfrage war groß. Nach einer vorherigen Umfrage im Netzwerk des Bündnisses für Demokratie, innerhalb der Gemeindeverwaltung sowie durch Mund-zu-Mund-Werbung waren die verfügbaren Plätze innerhalb kürzester Zeit vollständig vergeben.
Organisiert wurde der Workshop von der Gemeinde Rellingen. Die Durchführung übernahm der Mo:Lab e.V. unter der Leitung von Mo Asumang, begleitet von Co-Trainerin Jana Gladbach.
Die Teilnehmenden erlernten praxisnahe Kommunikationstools, um mit Anschuldigungen, Provokationen und radikalen Aussagen umzugehen. Dabei ging es insbesondere darum, solche Aussagen nicht persönlich zu nehmen, sie bewusst stehen zu lassen oder später wieder aufzugreifen. Außerdem wie man mit gezielten Fragen auch mit Menschen mit extremen oder rassistischen Ansichten in einen reflektierenden Dialog treten kann.
Besonders eindrucksvoll wurden diese Methoden durch die gemeinsame Sichtung der gekürzten Fassung des Dokumentarfilms „Die Arier“ von Mo Asumang. Der Ratssaal wurde dafür kurzfristig in einen Kinosaal umfunktioniert. (Link zum Film)
Das Fazit der Teilnehmenden war sehr positiv und alle waren sich einig nach dem Workshop über wertvolles Handwerkszeug zu verfügen, um Alltagsdiskriminierungen entgegentreten zu können.



